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Aktuelle Informationen zum Sächsischen Meilenstein 2019 und Wissenswertes rund um das Thema Unternehmensnachfolge stehen hier zur Verfügung. 

Sächsischer Meilenstein 2019: Erfolgreiche Unternehmensnachfolgen ausgezeichnet

Obere Reihe v. l. n. r.: Martin Dulig, Heiner Hellfritzsch, Arne Laß, Markus H. Michalow, Harald Wolf | Untere Reihe v. l. n. r.: Franz Bradler, Michael Schmetzer, Thomas Sparborth, Andreas Schmetzer, Michaela Wolf

 

Der Sächsische Meilenstein – Preis für erfolgreiche Unternehmensnachfolge – wurde am vergangenen Abend an vier mittelständische Betriebe aus dem Freistaat verliehen. Der mit gesamt 10.000 Euro dotierte Preis würdigt Unternehmen aus Annaberg-Buchholz, Dresden und Mühlental. Die Veranstaltung fand auf Schloss Albrechtsberg in Dresden statt.

Seit 2011 zeichnet die Bürgschaftsbank Sachsen GmbH zusammen mit der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Sachsen mbH und unter der Schirmherrschaft des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr erfolgreich umgesetzte Übernahmekonzepte mit dem Sächsischen Meilenstein – Preis für erfolgreiche Unternehmensnachfolge – aus. Vergeben wurden die Auszeichnungen auch in diesem Jahr an vier herausragende Firmen im Freistaat, die sich durch umsichtige Nachfolgeplanung oder mutige Entscheidungen für den Erhalt des Unternehmens verdient gemacht haben.

Geehrt wurden die Dachdeckerei Michaela Wolf aus dem erzgebirgischen Annaberg-Buchholz für ihr familieninternes Nachfolgekonzept, die Samed GmbH aus Dresden für ihre unternehmensinterne Nachfolgelösung und die Sporer PCS GmbH aus Mühlental im Vogtland für die erfolgreich absolvierte unternehmensexterne Nachfolge. Die Gewinner erhielten zu den symbolischen Meilenstein-Trophäen je ein Preisgeld von 3.000 Euro. Für ihr besonderes Engagement im Rahmen einer familieninternen Nachfolge würdigte die Jury, bestehend aus unabhängigen Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Kammern und Hausbanken, die Bindwerk GmbH & Co. KG aus Dresden. Sie erhielt den mit 1.000 Euro dotierten Sonderpreis.

Um den Sächsischen Meilenstein bewarben sich dieses Jahr insgesamt 47 kleine und mittlere Unternehmen aus ganz Sachsen, die in den Jahren 2014 bis 2018 eine erfolgreiche Unternehmensnachfolge gemeistert haben.

Unternehmensnachfolge ist ein wichtiger Baustein der sächsischen Wirtschaft

Nachfolgerinnen und Nachfolger, die bereit sind, Verantwortung für ein Unternehmen und die damit einhergehenden Herausforderungen zu übernehmen, sind wichtige Säulen der mittelständischen Wirtschaft.
Martin Dulig, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, betonte gestern in Dresden: „Das Gelingen von Unternehmensnachfolgen hat eine große Bedeutung für den Freistaat Sachsen. Denn der Erhalt von Arbeitsplätzen und wertvollem Know-how stehen auf dem Spiel, zugleich der Fortbestand der unternehmerischen Lebensleistung. Mit dem Sächsischen Meilenstein wollen wir potenzielle Nachfolgerinnen und Nachfolger motivieren und auch darauf aufmerksam machen, dass der Weg der Unternehmensnachfolge ganz neue Perspektiven auf das Thema Selbstständigkeit eröffnen kann.“

Markus H. Michalow, Geschäftsführer der Bürgschaftsbank Sachsen GmbH und der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Sachsen mbH, hob den Stellenwert einer gelungenen Unternehmensnachfolge hervor: „Das Lebenswerk eines Menschen kann nicht einfach im Erdboden versickern. Die Firmengeschichte eines Unternehmens mit neuen Ideen, neuer Kraft und Vielfalt erfolgreich in die Zukunft weiterzuschreiben ist eine herausfordernde Aufgabe, der sich die Prämierten sehr erfolgreich angenommen haben.“


Schlussphase: Bewerbungsfrist für den „Sächsischen Meilenstein 2019“ endet in vier Tagen

Dresden, 19. August 2019. Der Bewerbungszeitraum für den „Sächsischen Meilenstein 2019“ geht in die Schlussphase: Unternehmen, die an dem Wettbewerb für eine erfolgreiche Unternehmensnachfolge teilnehmen wollen, haben noch bis Freitag, 23. August die Möglichkeit, sich zu bewerben. Am Wettbewerb beteiligen können sich engagierte Unternehmerinnen und Unternehmer von kleinen oder mittleren Betrieben in Sachsen, die zwischen 2014 und 2018 eine erfolgreiche Nachfolgeregelung umgesetzt haben.
In diesem Jahr wird der Meilenstein zum achten Mal unter der Schirmherrschaft des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, von der Bürgschaftsbank Sachsen GmbH (BBS) und der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Sachsen mbH (MBG) vergeben.

Die Verleihung des Sächsischen Meilensteins macht darauf aufmerksam, dass der Schritt in die Selbstständigkeit nicht nur eine Firmengründung, sondern ebenso eine Unternehmensnachfolge sein kann. Im Freistaat suchen jährlich etwa 1.000 mittelständische Unternehmen allein altersbedingt nach einer geeigneten Nachfolgerin oder einem Nachfolger. „Eine Unternehmensnachfolge ist in der Regel ein einmaliger Prozess und eine große Herausforderung für den Inhaber. Wichtig ist, den Übergang so zu gestalten, dass betriebliche Abläufe, Arbeitsplätze und wertvolles Know-How fortbestehen, damit der starke Mittelstand in Sachsen und in die Zukunft geführt wird.“, betont Martin Dulig, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.

Die passende Nachfolgelösung für Übergeber und Übernehmer zu finden, ist ein zeitintensives Unterfangen. Deswegen sollte bereits frühzeitig mit dem Nachfolgeprozess begonnen werden; auch wenn die eigentliche Übergabe noch in der Ferne liegt. „Geglückte Betriebsübernahmen sollen durch die Preisverleihung des Sächsischen Meilensteins honoriert werden. Die Siegerinnen und Sieger der vergangenen Jahre gehen als Ideengeber voran und zeigen anderen jungen Menschen, welche Chancen und Perspektiven eine solche Übernahme bieten kann.“, erklärt Markus H. Michalow, Geschäftsführer der Bürgschaftsbank Sachsen GmbH (BBS) und der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Sachsen mbH (MBG).

„Da jede Unternehmensnachfolge individuellen Anforderungen unterliegt, gibt es keine ‚Musternachfolge‘. Deswegen können sich alle Personen bewerben, die in der gegebenen Zeitspanne den Übergabeprozess erfolgreich gemeistert haben.“, erklärt Juryvorsitzender Heiner Hellfritzsch, ehemaliger geschäftsführender Gesellschafter der Florena Cosmetic GmbH sowie ehemaliger Vorstand der Obstland Dürrweitzschen AG. Ausgezeichnet wird jeweils die beste familieninterne, unternehmensinterne und unternehmensexterne Nachfolge. Zusätzlich zu den drei mit jeweils 3.000 Euro dotierten Preiskategorien verleiht die neunköpfige Jury, bestehend aus neun unabhängigen Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft, Kammern und Kreditwirtschaft, einen mit 1.000 Euro versehenen Sonderpreis. Die feierliche Preisverleihung des „Sächsischen Meilensteins 2019“ findet in diesem Jahr am 12. November 2019 in Dresden statt.


Bewerbungsphase für Auszeichnung erfolgreicher Unternehmensnach-folgen startet

Martin Dulig und Markus H. Michalow

 

Der „Sächsische Meilenstein 2019“ zeichnet erfolgreiche Unternehmensnachfolgen im Freistaat aus

Chemnitz, 17. Juni 2019. Im Rahmen der Auftaktveranstaltung der „Aktionstage Unternehmensnachfolge 2019“ startet auch die Bewerbungsphase für den „Sächsischen Meilenstein 2019“. Der Preis für erfolgreiche Unternehmensnachfolgen in Sachsen wird bereits seit 2011 verliehen und in den Kategorien familieninterne, unternehmensinterne sowie -externe Nachfolge vergeben. Die Auszeichnung ist mit jeweils 3.000 Euro Preisgeld dotiert, zusätzlich vergibt die Jury einen Sonderpreis in Höhe von 1.000 Euro. Das Komitee besteht aus neun unabhängigen Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft, Kammern und Kreditwirtschaft. Die Preisverleihung des „Sächsischen Meilensteins 2019“ findet in diesem Jahr am 12. November 2019 in Dresden statt.

„Unser Ziel ist es einerseits, junge Unternehmer zu ermutigen und ihnen die Chancen und Perspektiven einer Unternehmensnachfolge aufzuzeigen. Andererseits möchten wir die übergebenden Unternehmer motivieren, mit dem Übergabeprozess möglichst frühzeitig zu beginnen – auch wenn der Rückzug ins Privatleben noch weit in der Ferne zu liegen scheint“, erklärt Markus H. Michalow, Geschäftsführer der Bürgschaftsbank Sachsen GmbH (BBS) und der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Sachsen mbH (MBG).

Die sächsische Wirtschaft profitiert von erfolgreichen Unternehmensnachfolgen

Bis zum 23. August 2019 können sich alle kleinen und mittleren Unternehmen aus Sachsen, die zwischen 2014 und 2018 eine Nachfolgeregelung getroffen haben, für den „Sächsischen Meilenstein 2019“ bewerben. „Viele Unternehmensgründer von 1990 und 1991 stehen heute kurz vor der Rente. Im Freistaat suchen jährlich etwa 1.000 mittelständische Unternehmen allein altersbedingt nach einem geeigneten Nachfolger oder einer Nachfolgerin. Auch 30 Jahre nach dem Mauerfall braucht es in Sachsen daher mutige Menschen, die den Schritt in die Selbstständigkeit wagen, damit die Unternehmen, die sich als wegbereitend erwiesen haben, auch durch eine neue Generation erfolgreich weitergeführt werden können“, erklärt Martin Dulig, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr. Aus diesem Grund messe der Freistaat Sachsen dem Gelingen von Unternehmensnachfolgen eine große Bedeutung bei und möchte möglichst gute Rahmenbedingungen schaffen.

Erfolgreicher Generationswechsel will gut vorbereitet sein – und bietet vielversprechende Perspektiven

Die Herausforderungen beim Finden von geeigneten Lösungen für eine Betriebsübergabe liegen vor allem darin, die Zukunft des Unternehmens zu sichern und Arbeitsplätze zu erhalten, aber auch in der Sicherung und dem Fortbestand der unternehmerischen Lebensleistung. Eine tragfähige Lösung dafür zu finden, ist häufig ein langwieriger Prozess, der Übergeber und Übernehmer vor Herausforderungen stellt.

Dabei sind die Chancen einer erfolgreichen Nachfolgegestaltung vielfältig. Die Übernahme eines etablierten Unternehmens birgt geringere Risiken als eine Neugründung: Es bestehen bereits Kundenbeziehungen, Produkte sind eingeführt, Mitarbeitende eingespielt. Eine Unternehmensnachfolge kann daher eine valide Alternative für jeden potentiellen Unternehmer zum Aufbau eines neuen Betriebs sein.

„Damit die Nachfolge in einem angemessenen Zeitraum von drei bis fünf Jahren realisiert werden kann, sollten insbesondere mögliche Konfliktpotenziale und ein passendes Finanzierungsmodell bedacht werden. Für die unterschiedlichen Phasen des Übergabeprozesses gelten bestimmte Grundregeln, daher sollte die Übergaberegelung möglichst langfristig angegangen werden. Mit unseren Erfahrungen stehen wir auch künftigen Nachfolgern gerne zur Seite“, verspricht Markus H. Michalow, Geschäftsführer der Bürgschaftsbank Sachsen GmbH (BBS) und der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Sachsen mbH (MBG).

Der Wettbewerb ist eine gute Möglichkeit, auf die Perspektive der Selbstständigkeit ohne Neugründung hinzuweisen. „Die Preisträger des Sächsischen Meilensteins sind Vorreiter und Impulsgeber für all jene, die den Schritt in die Selbstständigkeit wagen wollen. Sie sind die Vorbilder für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Generationen und stehen beispielhaft für die zukunftsfähige Fortführung von Unternehmen“, erklärt der Juryvorsitzende Heiner Hellfritzsch, ehemaliger geschäftsführender Gesellschafter der Florena Cosmetic GmbH sowie ehemaliger Vorstand der Obstland Dürrweitzschen AG.


Sächsischer Meilenstein 2018: Erfolgreiche Unternehmensnachfolgen in Chemnitz ausgezeichnet

 

Zum siebten Mal wurde der Sächsische Meilenstein – Preis für erfolgreiche Unternehmensnachfolge an vier herausragende Betriebe im Freistaat verliehen. Die Veranstaltung fand in den Räumlichkeiten der steelconcept GmbH in Chemnitz statt. Insgesamt wurden 10.000 Euro Preisgeld übergeben.

Bereits zum siebten Mal ist der Sächsische Meilenstein - Preis für erfolgreiche Unternehmensnachfolge - an vier herausragende Betriebe im Freistaat verliehen worden. Der Preis zeichnet mittelständische Firmen für langfristige und nachhaltige Nachfolgeplanung aus und wird unter der Schirmherrschaft des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr vergeben.

Geehrt wurden die Gemino Maschinenbau GmbH aus Mühlau für ihr familieninternes Nachfolgekonzept, die GETT Gerätetechnik GmbH aus Treuen für ihre unternehmensinterne Nachfolgelösung und Bölstler moderne Haustechnik aus Grumbach für den erfolgreich absolvierten Generationenwechsel im Traditionsunternehmen. Die GewinnerInnen erhielten neben dem symbolischen Meilenstein je ein Preisgeld von 3.000 Euro. Für ihr besonderes Engagement im Rahmen einer unternehmensinternen Nachfolge würdigte die Jury die Geschäftsführer der Radhaus Markranstädt - Dirk Unverricht & Danny Faulmann GbR mit dem mit 1.000 Euro dotierten Sonderpreis.

NachfolgerInnen präsentieren zukunftsfähige Ideen und unternehmerisches Geschick

Ein Lebenswerk in neue Hände zu legen, zeugt von Mut und Engagement. Martin Dulig, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr: "Der Freistaat Sachsen misst dem Gelingen von Unternehmensnachfolgen eine große Bedeutung bei. So wollen wir interessierte Unternehmensinhaber motivieren, frühzeitig an eine Nachfolgelösung zu denken." Auch für potenzielle NachfolgerInnen sieht er vielversprechende Perspektiven: "Jungen Menschen möchten wir zusichern, dass sich der Schritt in die Selbstständigkeit lohnt - dafür gehen die Prämierten mit gutem Beispiel voran."

Auch Markus H. Michalow, Geschäftsführer der Bürgschaftsbank Sachsen GmbH und der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Sachsen mbH, unterstrich den Stellenwert einer gelungenen Nachfolge: "Vielerorts wird die Vision vom eigenen Unternehmen bereits gelebt und umgesetzt. Eine erfolgreiche Übergabe markiert dabei immer einen bedeutenden Meilenstein in der Firmengeschichte."

Bildunterschrift (v.l.n.r.): Danny und Christine Faulmann, Radhaus Markranstädt – Danny Faulmann & Dirk Unverricht GbR, Steve Möckel, GETT Gerätetechnik GmbH, Heike, Vera und Klaus Domaratius, Gemino Maschinenbau GmbH, Marko Minkwitz, Bölstler moderne Haustechnik GmbH


Zwischen Mezzanine-Kapital und Notfallkoffer: Nachfolger brauchen Fachwissen

Immer mehr Übergeber, immer weniger Nachfolger: Seit 2014 überwiegt die Zahl der suchenden Alt-Eigentümer der der Übernahmeinteressenten auf Betriebssuche. Das belegt der aktuelle DIHK-Report zur Unternehmensnachfolge. Darin rücken vor allem die Herausforderungen des Nachfolgeprozesses in den Mittelpunkt – angefangen bei emotionalen Hürden bis hin zu rechtlichen und finanziellen Schwierigkeiten.

Vor allem das Loslassen vom Lebenswerk bremst viele Übergabeprozesse aus. Denn es bedeutet Abschied nehmen vom eigenen Unternehmen, von Träumen und investierter Arbeit. Solche emotional aufgeladenen Prozesse führen jedoch häufig dazu, dass sich Übergeber auf eine kommende Übergabe nicht oder nur schlecht vorbereiten und dass sie einen überhöhten Kaufpreis fordern. Einen geeigneten Nachfolger zu finden, wird dadurch schwerer, der zeitliche Druck größer. Laut Report beobachten die IHK in ganz Deutschland, dass etwa ein Drittel der Unternehmer den Übergabeprozess auf die lange Bank schieben.

Dabei empfehlen die Berater, dass eine Übergabe drei bis zehn Jahre geplant werden muss, das heißt sich auch mit den Themen Krankheit, Unfall und Tod auseinanderzusetzen. Im besten Fall entsteht daraus ein sogenannter „Notfallkoffer“, in dem alle wichtigen Dokumente und Vollmachten abgelegt sind. Spätestens drei Jahre vor der Übergabe an die nächste Generation sollte die Suche nach einem Nachfolger beginnen; der Prozess der Übergabe beginnt laut DIHK idealerweise zwölf Monate vorher. Nicht zu unterschätzen ist dabei, dass auch die Chemie zwischen Senior und Nachfolger stimmen muss: Ein Nachfolgeprozess ohne Vertrauen und Respekt ist nur schwer umzusetzen.

Zugespitzt wird die Situation auch zunehmend durch die demographische Entwicklung in der Bundesrepublik: So erreichen laut DIHK immer mehr Unternehmer das Ruhestandalter. Gleichzeitig dünnen die Jahrgänge derjenigen aus, die sich am häufigsten für den Weg in die Selbstständigkeit entscheiden.

Neben den emotionalen Hürden müssen die potenziellen Übernehmer auch mit rechtlichen und finanziellen Besonderheiten umgehen. Laut DIHK-Erhebung erschwert etwa die Erbschaftssteuer eine familieninterne Übernahme in fast einem Viertel aller Fälle. Denn: Nach der Reform müssen Unternehmer mit Mehrbelastungen rechnen. Zudem seien Fragen der Umsetzung in die Praxis noch nicht ausreichend geklärt.

Hohe, mitunter überhöhte Kaufpreise verlangen nach einem ausgefeilten Finanzierungsmodell. Finanzierung mit Fremdkapital, Unterstützung durch ein Darlehen, mittels Bürgschaften oder Mezzanine-Kapital sind Möglichkeiten, die ein potenzieller Übernehmer kennen und unterscheiden muss. Jung-Unternehmer brauchen Fachwissen, sowohl rechtliches, finanzielles als auch betriebswirtschaftliches. Immer wieder neue Themen, wie Digitalisierung und Lizenzen, gehören dazu genauso wie Bürokratie und engmaschige Regulierung.

Der DIHK-Report zur Unternehmensnachfolge bezieht sich auf Erfahrungsberichte der IHK-Berater der 79 Industrie- und Handelskammern. Zudem beruht er auf einer statistischen Auswertung des IHK-Service zur Unternehmensnachfolge.